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Tipps für Babysitter

Babysitter versichern

Minijob mit Versicherungspflicht

Ein fremder Haushalt und vor allem der Umgang mit kleinen Kindern birgt Risiken und Gefahrenquellen für den Babysitter. Abgesehen von der Pflicht, den bei sich Beschäftigten gesetzlich zu versichern, ist es auch für Eltern eine Erleichterung zu wissen, dass die Konsequenzen im Ernstfall von einem Dritten getragen werden.


Unfallversicherung

Wer als Babysitter angestellt ist, fällt in die Kategorie Haushaltshilfen und muss somit gesetzlich unfallversichert sein. Der Arbeitgeber bzw. Haushaltsführende übernimmt die Kosten dafür und ist für die Anmeldung innerhalb der ersten Woche beim Unfallversicherungsträger zuständig.

Der Jahresbeitrag beläuft sich auf eine überschaubare Summe. Im Schadensfall werden sämtliche Behandlungs- und Rehabilitationskosten getragen. Eine private Unfallversicherung ersetzt die gesetzliche nicht. Der Versicherungsschutz greift auf allen unmittelbaren Wegen vor oder nach der Beschäftigung.

Ansprechpartner für die Unfallversicherung zur Absicherung von Haushaltshilfen und Betreuungskräften sind die Gemeindeunfallversicherungsverbände und Unfallkassen.


Haftpflichtversicherung

Selbst mit einer ausreichenden Portion Gewissenhaftigkeit und Vorsicht kann ein Malheur passieren. Eine Vase zerbricht oder ein Glas Cola landet auf dem weißen Sofa der Eltern.

Um sich hinsichtlich eines Schadensfalls abzusichern, sollte sich der Babysitter informieren, ob die eigene private Haftpflichtversicherung oder jene der Eltern auch im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses in Kraft tritt. In einigen Fällen greift ebenfalls die private Haftpflichtversicherung des Haushaltsführenden.

Dabei ist es unerheblich, ob sich die Betreuungskraft innerhalb eines Vertrags- oder Gefälligkeitsrahmens im Haushalt aufhält. Ein prüfender Blick in die Bedingungen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft sollte Aufschluss geben.

Minijob anmelden

Babysitten: ein Minijob

Ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, bei dem es sich um haushaltsnahe Dienstleistungen handelt, also Aufgaben, die normalerweise durch Familienmitglieder ausgeführt werden, heißen Minijob. Darunter fallen Erledigungen wie Gartenarbeit, Reinigung der Wohnräume oder die Betreuung von Angehörigen, wofür der Arbeitnehmer nicht mehr als 450 Euro monatlich erhält.

Die Institution „Minijob“ birgt nicht nur Vorteile für den Arbeitgeber, sondern ebenso für den Arbeitnehmer. Als Minijobber ist dieser beispielsweise von Sozialabgaben und Steuerzahlungen befreit, hat Anspruch auf Urlaub- und Entgeldfortzahlungen im Krankheitsfall und kann geminderte Rentenansprüche erwerben.


Einfache und schnelle Anmeldung

Für die Anmeldung ist ein weitgehend unkompliziertes Verfahren konzipiert worden, das den Namen Haushaltsscheckverfahren trägt und bei der Minijob-Zentrale in Essen erfolgt. Der Haushaltsscheck ist ein Vordruck zur An- und Abmeldung des Arbeitnehmers für die Sozialversicherung. Sie können Ihren Haushaltsscheck direkt auf der Homepage der Minijobzentrale herunterladen und dann ausgefüllt an folgende Adresse senden:

Deutsche Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See
Minijob-Zentrale
45115 Essen

Die Minijob-Zentrale unterhält von Montag bis Freitag (7 bis 17 Uhr) ein Servicetelefon: Unter der Nummer (0355) 2902-70799 (zum Ortstarif aus dem Festnetz der Deutschen Telekom) werden Fragen beantwortet.

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