Nachrichten lesen, Musikvideos gucken, Einkäufe erledigen oder Freunde treffen: Das alles tun vor allem junge Menschen heutzutage online. Dass auch Videospiele zunehmend online gespielt werden, überrascht kaum. PlayStation Network, Xbox LIVE, Wii Online: Die modernen Konsolen verfügen über eine Internetanbindung. Platzhirsch im Onlinespielegeschäft bleibt aber der PC. Mit steigender Rechenleistung, sinkenden PC-Preisen und der flächendeckenden Verbreitung des Internets entwickeln sich Onlinegames immer weiter und ziehen Millionen in ihren Bann. So spielen weltweit mehr als zwölf Millionen Menschen „World of Warcraft“ (WoW). Es ist das aktuell erfolgreichste „Massively Multiplayer Online Role-Playing Game“ („Massenmehrspieler-Onlinerollenspiel“, kurz: MMORPG). Wer bei WoW mitspielt, zahlt im Monat rund 13 Euro. Es gibt aber auch kostenlose Onlinespiele, sogenannte Browsergames. Unzählige Seiten locken zudem Gelegenheitsspieler mit Puzzle- und Geschicklichkeitsspielen, Sudoku und Poker. Einigen Menschen fällt es nicht leicht, in diesem reichhaltigen Angebot den Überblick zu behalten und dabei das echte Leben nicht aus den Augen zu verlieren.
Du zockst die Wochenenden gern durch und bist nach der Schule lieber in „Azeroth“ als in deinem Zimmer? Deine Freunde sind hauptsächlich Untote und Orks? Dann solltest du den NewPower-Onlinespielsucht-Test machen. Beantworte einfach die folgenden elf Fragen mit „ja“ oder „nein“.
Experten gehen davon aus, dass in Deutschland rund drei Prozent der Gamer spielsüchtig sind. Zehn Prozent sollen akut suchtgefährdet sein. Viele Spieler verbringen so viel Zeit vor dem Rechner, dass sie alle anderen Dinge vernachlässigen. Wie mit allem, kommt es aber auch bei Onlinegames auf das richtige Maß an. Wer jeden Tag einen kurzen Abstecher nach Azeroth macht, ist nicht zwangsläufig süchtig.
„Azeroth“ und „Kalimdor“, „Stormwind“ und „Thunder Bluff“: Diese klangvollen Namen lassen das Herz eines jeden World-of-Warcraft-Spielers höherschlagen. Monat für Monat tauchen mehr als zwölf Millionen Menschen in die Fantasywelt von WoW ein. Auch in Deutschland fasziniert das erfolgreichste MMORPG aller Zeiten Jung und Alt. Für viele ist WoW zum Synonym für Onlinespiele geworden.
Drei von vier Gamern wollen für ihr Onlinespielvergnügen kein Geld ausgeben und spielen deshalb Browsergames. Diese sind free-to-play, kosten also nichts, und müssen nicht installiert werden. Gespielt wird im normalen Internetbrowserfenster (Firefox, Internet Explorer, Opera).
Neben dem prestigeträchtigen WoW mit seinen zahlenden Fans und den meist doch biederen Browsergames gibt es eine dritte Fraktion unter den Onlinespielen: die Client-Games. Diese Spiele können kostenlos über die Herstellerwebsite heruntergeladen und anschließend installiert werden.
Die Welt der Onlinegames ist bunt, groß und hat ihre eigene Sprache. Wer nicht auf dem Schlauch stehen will, wenn die „WoW-Community“ nach dem „Loot“ des „Raids“ fragt, kann das kleine MMORPG-Lexikon zurate ziehen.

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