rewirpower.de – Das Revierportal


Suche:

Museen in Hagen

Impulse aus Hagen

Hagen ist nicht nur das Tor zum Sauerland. Es ist die Wiege des Hagener Impulses, der eng mit der Bauhaus-Bewegung verwoben war. Nachzuverfolgen ist das bei einem Besuch der Modellsiedlung Hohenhagen.

Initiator des Modells war der Kunstsammler Karl Ernst Osthaus. Die Stadt Hagen hat ihm ein Kunstmuseum gewidmet, seine ursprüngliche Sammlung befindet sich heute im Museum Folkwang in Essen.

In die weitere Vergangenheit kann man im Freilichtmuseum reisen. Hier gibt es Handwerke und ihre Wurzeln zu bestaunen.

Schmiede

Westfälisches Freilichtmuseum Hagen

Das Westfälische Freilichtmuseum Hagen bringt ein Stück Handwerksgeschichte in die Gegenwart - zum Anfassen!

Auf dem etwa 42 Hektar großen Gelände werden die Werkstätten und das Werkzeug des städtischen und ländlichen Handwerks nicht einfach nur ausgestellt. In mehr als zwanzig der nahezu sechzig Werkstätten wird produziert. Besucher können den Fertigungsprozess beobachten, die Museumsvorführer befragen und zum Teil sogar selbst bei der Produktion mitmachen.

Die Geschichte des Handwerks und der Technik in Westfalen soll in diesem Museum im Mittelpunkt stehen. Vom ausgehenden 18. Jahrhundert über die frühindustrielle Produktion bis hin zur Hochindustrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird der Werdegang des Handwerks und Gewerbes in der Region illustriert.

Als Standort für das Museum wählte man das schmale Mäckingerbachtal - denn Wind, Wasser und Wald waren die drei wichtigsten, natürlichen Standortfaktoren für die Gewerbe im 18. und 19. Jahrhundert.

Westfälisches Freilichtmuseum Hagen
Mäckingerbach
58091 Hagen
Tel.: (02331) 7 80 70
» Internetauftritt des Freilichtmuseums Hagen

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober 2010
Di. bis So. und an Feiertagen 9 bis 18 Uhr
Einlass bis 17 Uhr
Häuserbesichtigung bis 17.30 Uhr, sonntags bis 18 Uhr

Eintritt
Erwachsene: 7 Euro
Schüler bis 17 Jahre: 2 Euro
Familienkarte: 15 Euro
Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.

Osthaus-Museum

Osthaus Museum

Das Osthaus Museum liegt im Kunstquartier in der Hagener Innenstadt. In dem Jugendstilgebäude werden Werke der Kunst des 20. Jahrhunderts ausgestellt.

Zusammen mit einigen Erweiterungsbauten beherbergt es heute namhafte Bestände von Werken der Klassischer Moderne mit Hauptwerken des deutschen Expressionismus sowie eine umfangreiche Sammlung mit Werken Christian Rohlfs und Emil Schumachers. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die aktuelle Kunst nach 1945.

Das 1902 als Museum Folkwang eröffnete Haus, gegründet vom heute namengebenden Mäzen, erlangte bald Ruhm als das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst. Die Innenausstattung des zunächst im Renaissance-Stil entworfenen Gebäudes stammte von dem belgischen Jugendstilkünstler Henry van de Velde, unter dessen Einfluss Osthaus auch die inhaltliche Konzeption seines Museums veränderte. In kürzester Zeit baute er eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst auf.

Nach Osthaus’ Tod wurde der gesamte Bestand des Museum Folkwang 1921 an die Stadt Essen verkauft und bildete dort den Grundstock des Museum Folkwang Essen. 1930 kam es zur Gründung eines neuen städtischen Museums in Hagen - 1934 in Karl Ernst Osthaus-Museum umbenannt - das jedoch 1937 im Zuge der Aktion "Entartete Kunst" den größten Teil seiner Bestände verlor. So wurde das Karl Ernst Osthaus-Museum mit seiner Wiedereröffnung Ende 1945 praktisch neu gegründet.

Osthaus Museum
Hochstraße 73
58095 Hagen
Telefon: (02331) 2 07 31 38
» Internetauftritt des Osthaus Museums

Öffnungszeiten
Di., Mi, Fr. 10 bis 17 Uhr
Do. 13 bis 20 Uhr
Sa. und So. 11 bis 18 Uhr
Das Kunstquartier Hagen ist am 24.12./25.12./31.12./1.1. sowie Oster- und Pfingstmontag geschlossen.

Eintritt
Erwachsene: 6 Euro
Ermäßigt: 2 Euro
Familienkarte: 12 Euro
Kinder bis sechs Jahre zahlen keinen Eintritt.

Hohenhof

Hohenhof

Henry Van de Velde entwarf die Villa Hohenhof samt Inneneinrichtung für die Familie Osthaus. Sie wird als Geburtsstätte des Hagener Impulses und der Folkwang-Idee gesehen, die Maßstäbe in der kulturellen Geschichte der Region gesetzt hat.

Neben der originalen Jugendstil ist auch eine kleine Ausstellung mit Modellen, Karten und Dokumenten sowie beispielhaftem Kunsthandwerk in der ehemaligen Remise des Hohenhofs zu besichtigen.

Der Hohenhof im Zentrum der Gartenvorstadt Hohenhagen hat schon viele Funktionen erfüllt: Von 1933 bis 1939 beherbergte das Haus eine Ausbildungsstätte der Nationalsozialisten, bis 1945 ein Lazarett, bis 1962 eine Frauenklinik und von 1962 bis 1976 eine Abteilung der Pädagogischen Hochschule Dortmund.

Anfang der 1980er Jahre wurden die Räume rekonstruiert und die Jugendstileinrichtung wieder zusammengetragen. Verbaute Türöffnungen wurden geöffnet, Stuckornamente freigelegt und die Wandbespannung wieder eingesetzt.

Hohenhof
Stirnband 10
58093 Hagen Emst
» Internetauftritt des Hohenhofs

Öffnungszeiten
Sa. und So. 11 bis 18 Uhr
Der Hohenhof ist am 24.12./25.12./31.12./1.1. sowie Oster- und Pfingstmontag geschlossen.

Eintritt
Erwachsene: 3 Euro
Ermäßigt: 1,50 Euro
Familienkarte: 6 Euro
Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.