rewirpower.de – Das Revierportal


Suche:

Museen in Herne

Es war einmal ...

Natur- und Heimatkunde werden groß geschrieben in Herne. In gleich drei Museen lassen sich die Wurzeln der Neuzeit ergründen. Dabei sollte man sich nicht wundern, plötzlich neben einem Wollnashorn zu stehen ...

Ausgrabung

Westfälisches Museum für Archäologie

Tief unter der Erde liegen die wertvollsten Schätze. Das dachten sich auch die Ausstellungsmacher im Westfälischen Museum für Archäologie. Und so fingen sie an zu graben …

Die unterirdische Ausstellungshalle ist nach dem Vorbild einer archäologischen Ausgrabung als "Grabungslandschaft" gestaltet. Hier erzählen Funde ihre Geschichte: die 70.000 Jahre alten Steinwerkzeuge im Wasser, der Bronzeschmuck einer Frau in ihrem Grab aus der Zeit von 550 vor Christi, der Puppenkopf im Bombenschutt des Zweiten Weltkriegs – zusammen erzählen sie die Geschichte der Menschen in Westfalen von der Steinzeit bis heute.

Ganz im Stil einer richtigen Ausgrabung führt ein Steg durch den chronologisch angelegten Rundgang. Es geht vorbei an Gräbern und Brunnen im Boden, durch ein Erdwerk der frühen Bauern und eine Kirche der ersten Christen, in eine Höhle und eine Stadt. In der Wand öffnen sich Fenster in die zeitgleiche Geschichte jenseits von Westfalen, zu den ägyptischen Pyramiden, Mohammed, der Entdeckung Amerikas und vielem mehr.

Westfälisches Museum für Archäologie
Europaplatz 1
44623 Herne
Tel.: (02323) 94 62 80
» Internetauftritt des Westfälischen Landesmuseums

Öffnungszeiten
Di., Mi. und Fr. 9 bis 17 Uhr
Do. 9 bis 19 Uhr
Sa., So. und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr
Das Museum hat am 24.12., 25.12., 31.12. und 1.1. geschlossen.

Eintritt
Erwachsene: 3,50 Euro
Ermäßigt: 2,10 Euro
Familienkarte: 8 Euro
Kinder, Jugendliche und Schüler von 6 bis 17 Jahren: 2 Euro
Für Sonderausstellungen gelten besondere Eintrittspreise.

Elchskelett

Emschertal-Museum Herne

Was haben Riesenhirsche und Biedermeiermöbel gemeinsam? Beides kann man im Emschertal-Museum in Herne bewundern.

Das Wasserschloß Strünkede ist ein Renaissancebau aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im Schlosspark ließ Bernd von Strünkede 1272 die Schlosskapelle errichten, heute das älteste erhaltene Bauwerk im Stadtgebiet.

Eine der Hauptattraktionen ist das Grabdenkmal des "gelehrten" Jobst von Strünkede, das von seiner Frau Henrieca von Hatzfeld gestiftet wurde. Wer heute durch die hohen Räume des noblen Hauses wandelt, findet die richtige Atmosphäre vor, um in alter Geschichte zu stöbern. Der historische Umfang der Ausstellung reicht vom Riesenhirsch und Mammutknochen in der Abteilung Ur- und Frühgeschichte bis zu den prächtigen Biedermeier-Möbeln aus dem 19. Jahrhundert.

Nebenher gilt es, blitzende Waffen, Sand- und Sonnenuhren und sonstige Zeitmesser zu bewundern. Im Wasserschloss sind die Abteilungen Ur- und Frühgeschichte, Volkskunde, Regional-, Stadt- und Schlossgeschichte, Glas und Keramik untergebracht.

Emschertal-Museum Herne
Schloß Strünkede
Karl-Brand-Weg 5, 44629 Herne
Tel.: (02323) 16 10 72
» Internetauftritt des Emschertal-Museums

Öffnungszeiten
Di. bis Fr. 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Sa. 14 bis 17 Uhr
So. und an Feiertagen 11 bis 17 Uhr
Das Museum hat am 24.12., 25.12., 31.12. und 1.1. geschlossen.

Eintritt
Erwachsene: 1 Euro
Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren sowie Schüler: 0,50 Euro

Drogerie im Heimatmuseum

Heimat- und Naturkunde-Museum

Drei in Stein gehauene Männer - ein Eisenbahner, ein Bergmann und ein Schiffer - laden ein zu einem Gang durch das Backsteingebäude des Herner Heimat- und Naturkunde-Museums.

Los geht es in der Abteilung für Geologie, Mineralogie und Paläontologie. Mineralien, Fossilien und Knochenfunde prähistorischer Tiere wie Mammut, Riesenhirsch und Wollnashorn vermitteln das Bild einer untergegangenen Welt. Noch nicht ausgestorben, aber immer seltener zu sehen sind die präparierten Waldtiere, das ausgestopfte Federvieh und die schillernden Schmetterlinge.

Ein Sprung über mehrere tausend Jahre führt den Besucher zu den Ausstellungsstücken der Heimat- und Bauernstube, die mit Möbelstücken des 18. und 19. Jahrhunderts ausgestattet sind.

"Wie Oma und Opa in unserer Stadt lebten" zeigt eine weitere Abteilung des Museums. Dort gibt es Einblicke in kleinbürgerliche Wohnverhältnisse der ersten 25 Jahre des 20. Jahrhunderts: die Bergarbeiter-Wohnküche, die "Gute Stube" und ein Schlafraum zeugen von der Hoch-Zeit des Gelsenkirchener Barock.

Eine noch voll funktionsfähige Backstube stellt das "weiße Gewerbe" vor. Dazu passt eine wertvolle Ofensammlung mit Objekten des häuslichen Heizens von der Antike bis zur Gegenwart. Zum Pflichtprogramm in einem Herner Museum dieser Art gehört selbstverständlich eine dem "schwarzen Gewerbe" gewidmete Ausstellung. Die Bergbauexponate werden lebendig durch die Nachbildung einer Abbaustrecke. Bleibt zum Schluss noch der Gang in das Wäldchen mit historischem Fuhrpark und kleinem botanischen Garten.

Heimat- und Naturkunde-Museum Wanne-Eickel
Unser-Fritz-Straße 108
44653 Herne
Tel.: (02325) 7 52 55
» Internetauftritt Zum Heimat- und Naturkundemuseum

Öffnungszeiten
Di. bis Fr. und So. 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr
Das Museum hat vom 24.12. bis 26.12. sowie am 31.12. und 1.1. geschlossen.

Eintritt
Der Eintritt ist frei.