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Museen in Witten

Bergbau und Kunst

Von der Industriekultur bis hin zur zeitgenössischen Kunst ist in Witten alles zu finden. Im Muttental findet sich eine Auswahl an bergbauhistorischen Museen.

Das Märkische Museum

Märkisches Museum

Das Märkische Museum der Stadt Witten wurde vor über hundert Jahren ursprünglich als heimatkundliches Museum konzipiert und zeigt eine Sammlung "vaterländischer Alterthümer".

Heute ist es in erster Linie ein bedeutendes Museum für zeitgenössische deutsche Kunst. In aktuellen Einzel- und Gruppenausstellungen werden Tendenzen der Gegenwartskunst aufgespürt und präsentiert.

In der Kunstsammlung des Museums sind mit rund 4.000 Werken hervorragende Beispiele deutscher Malerei und Grafik des 20. Jahrhunderts zusammengetragen worden. Die Sammlung informeller Malerei und Grafik ist eine der größten Deutschlands.

Die landes- und heimatkundliche Sammlung hat sich heute auf drei wichtige Bereiche spezialisiert: eine wertvolle Münzsammlung, vor allem mit Talerprägungen der deutschsprachigen geistlichen Territorien, eine umfassende Spezialbibliothek mit über 40.000 Bänden zur Geschichte und Landeskunde Westfalens sowie ein Archiv historischer Wittener Fotos und Bildpostkarten.

Auch die Ausstellungsstücke des ehemaligen Heimatmuseums Witten haben im Märkischen Museum einen neuen Platz gefunden. Herde und Öfen dienen als Beispiele des künstlerischen Eisengusses. Außerdem sind bäuerlicher Zier- und Hausrat der Region ausgestellt. Die Besucher können eine Kollektion alter Hauben, Waagen und Gewichte, sowie Tabaksdosen bewundern.

Märkisches Museum der Stadt Witten
Husemannstraße 12
58452 Witten
Tel.: (02302) 5 81 25 50
» Internetauftritt des Märkischen Museums Witten

Öffnungszeiten:
Di. bis So. 12 bis 18 Uhr
Montags, Heiligabend, 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr bleibt das Museum geschlossen.

Historischer Kran

Hebezeugmuseum / Windenschmiede

Wie würde man wohl ein Hochhaus bauen, wenn es keine Kräne gäbe? Die Firma Neuhaus in Witten baut Hebezeuge, die den Menschen das Bewegen schwerer Lasten erleichtern.

Anhand von Modellen, zum Teil auch Originalen, wird die Geschichte der Hebezeuge von der Steinzeit bis heute erzählt. Die Entdeckung der Hebelkraft, der Pyramidenbau, die Errichtung des Vatikanischen Obelisken, sind einige Beispiele für "fördertechnische" Leistungen, die im Hebezeug-Museum gezeigt werden.

In der Historischen Windenschmiede kann man erleben, wie hart und schweißtreibend die Arbeit des Schmiedes zu Gründerzeiten war. Alte Werkzeuge, die zum Bau einer Holzschaftwinde gebraucht wurden, zeugen ebenfalls von dieser Epoche.

Hebezeugmuseum/Windenschmiede
Windenstraße 2-4
Tel.: (02302) 20 82 19

Öffnungszeiten
nach Absprache

Gruben- und Feldbahnmuseum

Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia

Das Gruben- und Feldbahnmuseum befindet sich auf dem Gelände der bereits im Jahre 1892 stillgelegten Zeche Theresia, einer Zeche des frühen Steinkohlebergbaus südlich der Ruhr.

Das denkmalgeschützte ehemalige Betriebsgebäude wurde für die museale Nutzung saniert.

Die Fahrzeugsammlung besteht aus 87 Lokomotiven und etwa 200 Waggons, die zu einem großen Teil auf den Bahnhofsgleisen ausgestellt sind. Diesel-, Elektro- und Pressluftlokomotiven, Personen- und Förderwagen aus dem Bergbau sowie zahlreiche Loren aus dem Feldbahnbereich können hier besichtigt werden.
Die Ausstellungsräume gewähren einen Einblick in die Geschichte, aber auch in die Gegenwart der Gruben- und Feldbahnen.

Auf dem Gleisnetz der Zeche Theresia werden an den Besichtigungsterminen Fahrten mit den Zügen angeboten. An allen Tagen mit Fahrbetrieb fährt die Muttenthalbahn Besucher vom Parkplatz Nachtigallstraße direkt bis in das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia und auch weiter bis in das Westfälische Industriemuseum Zeche Nachtigall!

Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia
Nachtigallstraße 27-33
58452 Witten-Bommern
» Internetauftritt der Muttentalbahn

Öffnungszeiten
10 bis 18 Uhr
Bei besonderen Terminen können die Öffnungszeiten abweichen.

Eintritt
Frei für das Gruben- und Feldbahnmuseum.
Fahrt mit der Muttentalbahn für Erwachsene 2,50 Euro, für Kinder 1,30 Euro, Familien 6 Euro.

Zeche Nachtigall

Zeche Nachtigall

Am Eingang des Wittener Muttentals erinnern mehrere historische Bruchsteingebäude der ehemaligen Zeche Nachtigall an den frühen Bergbau an der Ruhr.

Das Bergwerk entwickelte sich aus einer 1714 erstmals erwähnten Kleinzeche. Sie ging 1832 vom Stollenbau zum Tiefbau über und setzte dabei auch Dampfmaschinen zur Wasserhaltung und Kohlenförderung ein.

Im Maschinenhaus steht eine der ältesten Dampffördermaschinen des Reviers, die nach erfolgten Restaurierungsmaßnahmen künftig regelmäßig vorgeführt wird.

Das Westfälische Industriemuseum informiert an seinem Standort Zeche Nachtigall über die Entwicklung des Bergbaus im Ruhrtal. Im Besucherbergwerk Nachtigallstollen können Museumsgäste - ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe - zu einem echten Steinkohleflöz vorstoßen. Sie erleben am eigenen Leib die Arbeitsbedingungen im Kohlebergbau vergangener Tage. Vor dem Stolleneingang zeigt "Zeche Eimerweise" mit einer original rekonstruierten Schachtanlage den Kleinbergbau nach 1945.

An Bord eines 35 Meter langen Segelschiffs wird die Geschichte des Schiffsbaus und der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr wieder lebendig.

Der ausgeschilderte "Bergbaurundweg Muttental" führt in die Geschichte des frühen Bergbaus ein. Zu besichtigen ist unter anderem das "Bethaus der Bergleute".

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Gruben- und Feldbahnmuseum auf der ehemaligen Zeche Theresia.

Westfälisches Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten-Bommern
Tel.: (02302) 93 66 40
» Internetauftritt zur Zeche Nachtigall

Öffnungszeiten
Di. bis So. 10 bis 18 Uhr
Letzter Einlass 17.30 Uhr

Eintritt
Erwachsene: 2,40 Euro
Kinder: 1,50 Euro
Familien: 5,80 Euro

Bethaus der Bergleute

Bethaus der Bergleute im Muttental

"Die Ein- und Ausfahrt, Herr, bewahr, dass uns kein Unglück widerfahr; behüte uns vor schnellem Tod und hilf uns, wo uns Hilf‘ ist Not!"

Im Bethaus trafen sich die Bergleute vor der Grubeneinfahrt zur Andacht. Heute wird hier die Ausstellung "Vom Bethaus zur Kohle" gezeigt.

Bethaus der Bergleute im Muttental
Muttentalstraße 35
Tel.: (02302) 3 19 51

Öffnungszeiten:
April bis Oktober:
Di. bis Fr. 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr
Sa. 10 bis 18 Uhr
So. 11 bis 18 Uhr
November bis März:
Sa. 14 bis 16 Uhr
So. 11 bis 16 Uhr

Stethoskop

Museum des Diakoniewerks Ruhr

Das Museum zeigt medizinische Apparate, Schwesterntrachten, Dokumente, historische Fotos, Alltagsgeräte - Zeugnisse aus über 100 Jahren Geschichte des Diakoniewerks Ruhr, der Stadt Witten und der Region.

Museum des Diakoniewerks Ruhr
Pferdebachstraße 27-43
58455 Witten
Tel.: (02302) 1 75 26 93

Öffnungszeiten
nach telefonischer Absprache