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Ruhrtriennale

Das elektronische Musikfestival „Ritournelle“ 2016 (Foto: Markus Simaitis/Ruhrtriennale 2016)

Künstler in Industriedenkmälern

Jeweils drei Jahre lang leitet eine Frau oder ein Mann ein Kulturfestival, das so wohl nur im Ruhrgebiet stattfinden kann – die Ruhrtriennale. Dazu kommen hochrangige Vertreter der internationalen Kunstszene ins Revier. Mit außergewöhnlichen Ideen füllen sie ehemalige Industrieorte mit Leben. Gebläsehallen, Maschinenhäuser und Werkstätten; Zechen, Kinos und viele weitere Orte sind die Kulisse für ihre Kreativität.

Fast sechs Wochen lang, von Mittwoch, 21. August, bis Sonntag, 29. September, gibt es an zehn Orten der Industriekultur in vier Städten Neues zu entdecken. rewirpower.de nimmt sie mit zu besonderen Höhepunkten des Programms und informiert Sie umfassend.

Jahrhunderthalle Bochum (Foto: Joerg Brueggemann/Ostkreuz/Ruhrtriennale)

Jahrhunderthalle, Bochum

Das Musiktheater „Everything That Happened And Would Happen“ kombiniert Licht, Performance, Sprache, Objekte und Filme zu einer multimedialen Installation. Die setzt sich mit der zerstörerischen europäischen Geschichte der letzten 100 Jahre auseinander – beginnend mit der Urkatastrophe 1. Weltkrieg.

Zeche Zollverein Essen (Foto: Stadt Essen / Prengel)

Welterbe Zollverein, Essen

In diesem Jahr tritt das Klangforum Wien im Salzlager auf dem Gelände des Welterbes Zollverein auf. In dem dreiteiligen Konzertporträt „Rosen aus dem Süden“ erklingen unter anderem Werke von Johann Strauß, Pierluigi Billone und Giacomo Puccini, als Solokünstler treten ein Trompeter, ein Posaunist und ein E-Gitarrist auf.

Maschinenhaus Zeche Carl Essen (Foto: JU/Ruhrtriennale)

Maschinenhaus Zeche Carl, Essen

Die Konzertinstallation „Polar Force“ soll an diesem Spielort die Schönheit und Weite der Antarktis vermitteln. Speziell entwickelt wurde dafür eine weiße, aufblasbare Konstruktion, einem tunnelförmigen Iglu nicht unähnlich. Sie bietet Raum für etwa 80 Menschen. Spezielle Instrumente imitieren Klänge von Eis, Wasser und Druckluft.

Maschinenhaus der Zeche Zweckel Gladbeck (Foto: Julian Röder)

Maschinenhalle Zweckel, Gladbeck

Das Schauspiel „All the good“ ist eine Chronik von Verlust und Hoffnung mit doppeltem autobiografischen Hintergrund, basierend auf Gesprächen von Regisseur Jan Lauwers und Tänzer Elik Niv – unter anderem über Alltagssorgen und die Allgegenwärtigkeit von Krieg und Terror. Das Stück handelt aber auch von Romy, die erst noch ans Gute in der Welt glaubt.

Lichtburg in Essen (Foto: Lichtburg)

Lichtburg, Essen

„Orlac's Hände“ sind in dem Essener Traditionskino zu sehen. Der Stummfilm wird von einem Live-Orchester begleitet. Die Story: Ein Pianist verliert bei einem Unfall beide Hände und bekommt die Hände eines Mörders angenäht. Panik und Angst sind die Folge. Die dargebotene Livemusik für Pianisten und Streicher steigert die Spannung.

Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord (Foto: Jörg Brueggemann/Ostkreuz/Ruhrtriennale)

Gebläsehalle, Landschaftspark Nord, Duisburg

In der Kraftzentrale des ehemaligen Stahlwerks geht es unter anderem um Dido und Aeneas. Die berühmte Oper von Henry Purcell gibt es hier in der Version von Regisseur David Marton zu sehen. Sie ist eine Collage des Erinnerns und des Vergessens, in der nur Echos des Originals und weiterer Interpretationen erklingen.

Audimax der Ruhr-Universität Bochum (Foto: Jörg Brueggemann/Ostkreuz/Ruhrtriennale)

Audimax der Ruhr-Universität, Bochum

Die Kreation „Nach den letzten Tagen. Ein Spätabend“ beschäftigt sich mit dem Verlust von Demokratie, der weltweit zu spüren ist. Dazu erklingt die Musik der aus Prag und Wien vertriebenen Komponisten. Sie wurden ermordet oder gingen in die Emigration. Die Musik erklingt in einem Parlament, in das sich der große kreisrunde Unihörsal verwandelt.

PACT Essen (Foto: Joerg Brueggemann/Ostkreuz/Ruhrtriennale)

PACT Zollverein, Essen

Viel getanzt wird im PACT, der ehemaligen Waschkaue der Zeche Zollverein, zum Beispiel in der Performance „Bacchae – Prelude to a Purge“. Eine frenetische Choreographie, in der acht Tänzerinnen und Tänzer und fünf Trompeterinnen und Trompeter die Entstehung des Tanzes aus der Musik demonstrieren.

Museum Folkwang (Foto: Giogio Pastore)

Museum Folkwang, Essen

Auch in diesem Jahr gibt es eine Video-Installation für Besucher im Museum Folkwang. Auf sieben Kanälen gibt es Interviews mit sechs geflüchteten Menschen, unter anderem aus Afrika, Indien und Südamerika. „Love Story“ ist der Titel und doch kommt oft das genaue Gegenteil zur Sprache – eine Gleichgültigkeit gegenüber Notleidenden.

Alle Angaben ohne Gewähr. Kurzfristige Absagen oder Terminänderungen liegen in der Verantwortung des Veranstalters.

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