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Theater und Konzerthäuser im Revier

Schauspielhaus Bochum (Pressebild/Hans Jürgen Landes)

Der Vorhang bleibt auf

Die Kulturbranche wird dieser Tage oft in einem Atemzug mit dem Gastronomiegewerbe und der Reisebranche genannt. Denn wie diese trifft sie die Corona-Pandemie besonders hart. Geschlossene Bühnen und abgesagte Veranstaltungen bedeuten für viele Häuser und die dort auftretenden Künstler teils existenzbedrohende Verluste. Doch die Theater und Konzerthäuser im Revier lassen sich davon nicht unterkriegen: Sie haben sich kreative Alternativprogramme fürs Netz ausgedacht – und bringen die Kunst zu uns nach Hause. Vorhang auf!

Das Dortmunder Schauspielhaus (Foto: Laura Sanders)

Dortmunder Schauspielhaus

Das Dortmunder Schauspielhaus ist bekannt für seine faszinierenden Inszenierungen. Unter der Intendanz von Kay Voges hat sich das Theater bundesweite Anerkennung erspielt und zahlreiche Kritikerpreise eingeheimst. Auch die Zuschauer sind immer wieder begeistert: Viele Stücke der letzten Jahre waren absolute Publikumsmagnete. Wegen der Corona-Krise bleiben die Plätze vor der Dortmunder Bühne nun zwar erst einmal leer. Theaterfans kommen zumindest online aber trotzdem auf ihre Kosten.

Was steht auf dem Programm?
Unter dem Motto „Heimspiele“ stellt das Schauspielhaus jeden Abend eine neue Inszenierung online, die dann mindestens 24 Stunden lang verfügbar ist. Die Stücke im Dortmunder Déjà-Vu-Spielplan gehören zu den Highlights des vergangenen Jahrzehnts und haben bereits für große Aufmerksamkeit gesorgt – weil sie am Puls der Zeit sind, überraschen und oft viele moderne Elemente wie Videokunst nutzen.

Szene aus Hamlet  (Pressebild JU Bochum)

Schauspielhaus Bochum

Das Schauspielhaus Bochum gehört zu den großen, renommierten Theatern in Deutschland. Das Ensemble hätte dieser Tage auf dem Berliner Theatertreffen seinen „Hamlet“ gezeigt. Doch dort und auch in Bochum bleibt die Bühne nun leer. Die Künstlerinnen und Künstler wollen sich von abgesagten Vorstellungen und ausgesetzten Proben aber nicht unterkriegen lassen. Sie halten das Schauspielhaus im Rahmen eines täglichen Videoblogs lebendig.

Was steht auf dem Programm?
Unter dem Hashtag Homestories macht das Ensemble des Bochumer Theaters die eigenen vier Wände zur Bühne. Inspiriert vom ausgefallenen Spielplan und allem, was sie derzeit sonst noch beschäftigt, tragen die Kulturschaffenden Lesungen, Lieder und Gedichte vor – von Auszügen aus Shakespeares „Hamlet“ bis hin zu Rilkes „Über die Geduld“. So gibt es täglich eine kleine Dosis Kunst für alle.

Szene aus dem Ballett Nussknacker in Essen  (Foto: Bettina Stoess)

Theater und Philharmonie (TUP) Essen

Das Aalto-Theater, das Grillo-Theater und die Philharmonie in Essen sind für Schauspiel-, Musik- und Tanzerlebnisse vom Feinsten bekannt. Doch wie überall gilt hier derzeit: Gespielt wird nicht. Allerdings liefern auch die Essener Künstlerinnen und Künstler ein Alternativprogramm im Netz.

Was steht auf dem Programm?
TUP trotz(t) Corona: Unter diesem Motto präsentieren Theater und Philharmonie in Essen kleine Programme aus ihren Häusern, aber auch Homeoffice-Videos des Ensembles. Das Angebot könnte vielfältiger nicht sein: Es wird gelesen, gesungen und trompetet, getanzt, gerätselt und sogar gekocht. Besonders passend sind die täglichen Lesungen aus der bedeutenden Novellensammlung „Decamerone“ von Giovanni Boccaccio. Das Setting: Zehn junge Florentinerinnen und Florentiner harren in einem Landhaus aus, während draußen die Pest wütet – und vertreiben sich die Zeit, indem sie Geschichten erfinden.

Das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen

Das Musiktheater im Revier gehört zu den bedeutendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit in Deutschland. Doch das Theater ist nicht nur für seine Architektur berühmt: Auch, was dort auf der Bühne passiert, kann sich sehen lassen. Das „MiR“ ist bundesweit als Aufführungsort von Opern, Musicals, Sinfoniekonzerten und Ballettaufführungen renommiert und beim Publikum beliebt.

Was steht auf dem Programm?
Unter dem Schlagwort „MiR.Alternativ“ zeigt das Musiktheater, was während der Corona-Krise hinter den Kulissen passiert. Außerdem gibt es samstags Konzerte und jeden Freitag Livestreams aus Aufzeichnungen beliebter Musiktheater-Produktionen zu sehen. Auf dem Programm stehen unter anderem der Chanson-Abend „Paris im August“, die Wunschkonzert-Show „Fifty-Fifty“ und die Kammeroper-Aufführung „Eugen Onegin“.

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