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Wochenmärkte im Revier

Frau kauft auf Wochenmarkt ein (Foto: Life_imageS/Shutterstock.com)

Regionales in den Korb

Sie sind eine nie versiegende Quelle frischer Produkte – und das schon seit Jahrhunderten: Wochenmärkte. Zwischenzeitlich schienen ihnen ihre „Enkel“, die modernen Supermärkte, vollends den Rang abzulaufen. Doch mittlerweile erleben sie eine Renaissance. Schließlich gibt es hier regionale Lebensmittel, oft direkt von Erzeugern aus der Region oder sogar als Bioware. In jedem Fall wissen die Händler genau, woher ihre Ware kommt. Außerdem sind Märkte seit jeher Treffpunkte. Den neuesten Klatsch gibt es beim Shoppen auf dem Markt gleich mit dazu. Und neben den „Klassikern“ Gemüse, Fleisch oder Eiern gibt es hier mittlerweile auch echt hippe Produkte.

Paragraphen-Symbol (Foto: peterschreiber.media/Shutterstock.com)

Markt-Gesetze

Wochenmärkte sind keine zufälligen Treffen von Händlern – wie alles in Deutschland ist auch ihre Durchführung hier klar geregelt. In der Gewerbeordnung sind die zulässigen Warenarten festgelegt: Lebensmittel mit Ausnahme von Alkohol – wobei Erzeuger selbstgewonnene Erzeugnisse aus Wein-, Obst- und Gartenbau anbieten dürfen. Außerdem Produkte des Obst- und Gartenbaus, der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei und zuletzt rohe Naturerzeugnisse „mit Ausnahme des größeren Viehs“.

Wochenmarkt auf dem Berliner Wittenbergplatz, Gemälde von Ernst Oppler, 1912

Markt-Geschichte

Wochenmärkte gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Das Marktrecht ist einer der Bestandteile des Stadtrechtes, das im Mittelalter viele Städte erhielten. Vor allem im 12. und 13. Jahrhundert verwandelten sich die Plätze inmitten der Städte in Orte des Handels – und diese Plätze wurden schließlich selbst „Markt“ genannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem großen Aufschwung und noch mehr Standorte, gerade in den Stadtteilen, kamen hinzu.

Illustration eines Apfels (Bild: Alesandro14/Shutterstock.com)

Markt-Klassiker I: Der Apfel

Schon die Kelten und Germanen ernteten Apfel, die sie von wild wachsenden Bäumen pflückten. Im Mittelalter begann dann die Zucht und der „Kulturapfel“ entwickelte sich. Die heute angebauten Sorten sind deutlich größer als ihre wilden Ahnen. Heute sind in Deutschland rund 1.500 Sorten bekannt. Der Spruch „An apple a day keeps the doctor away“ („Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern“) kommt nicht von ungefähr. Äpfel enthalten viele gesundheitsfördernde Stoffe und sind gut für den Magen, das Herz, die Lunge und sollen sogar Krebs vorbeugen. Und das, obwohl ein Apfel zu mehr als drei Vierteln aus Wasser besteht.

Illustration von drei braunen Eiern (Bild: Viktor Jarema/Shutterstock.com)

Markt-Klassiker 2: Das Ei

Was war zuerst da? Das Huhn oder das Ei? Egal, auf Märkten ist meist beides erhältlich – Fleisch und Ei. Hühnereier sind seit dem Altertum Lebensmittel – heute isst jeder Deutsche im Schnitt 230 davon im Jahr. Fast zwei Drittel aller Legehennen in Deutschland leben in Bodenhaltung, allerdings ist das Ei eines der beliebten Bio-Produkte und 11,6 Prozent aller Hennen waren 2018 in ökologischer Haltung. Die Farbe des Eis hat übrigens nichts mit der Gefiederfarbe des Huhns zu tun, sondern meistens mit der Ohrscheibe – zu finden hinter dem Ohrläppchen. Weiße Ohrscheibe = weiße Eier; braune Ohrscheibe = braune Eier.

Illustration einer Tulpe (Foto: Exclusively/Shutterstock.com)

Markt-Klassiker 3: Die Tulpe

Blumenstände sind von Wochenmärkten nicht wegzudenken. Eine der beliebtesten Schnittblumen in Deutschland ist die Tulpe, die von Anfang des Jahres bis in den späten Frühling hinein erhältlich ist. Ihr Name geht auf das persische Wort „delband“ zurück und bedeutet „Geliebte(r)“. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittleren Orient und kam im 16. Jahrhundert nach Europa. Holland wurde zu einem Zentrum der Zucht, Tulpenzwiebeln wurden an den Börsen gehandelt und Spekulation damit löste im 17. Jahrhundert den ersten Börsencrash der Geschichte aus. Über 80 Prozent der Weltproduktion stammen auch heute noch aus den Niederlanden.