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Lexikon Baurecht

Abnahme

Ist ein Haus fertig gebaut oder eine Renovierung abgeschlossen, dann ist es Zeit für die Abnahme.

Aus Sicht des Baurechts ein sehr wichtiger Punkt, verbunden mit zahlreichen Rechten und Pflichten. So ist ab diesem Zeitpunkt die Zahlung fällig, und es beginnt die Gewährleistungsfrist.

Treten später Mängel auf, so ist der Auftraggeber verpflichtet, sie zu beweisen (vor der Abnahme ist es umgekehrt). Ebenfalls wichtig: Der so genannte Gefahrübergang. Ein Beispiel: Beschädigen kurz vor der Abnahme Vandalen das neue Haus, so ist der Bauträger verpflichtet, die Mängel zu beseitigen.

Ab dem Zeitpunkt der Abnahme ist der Bauherr für sein Haus selbst verantwortlich. Übrigens: Nur bei schweren Mängeln kann der Auftraggeber die Abnahme verweigern. Ist die Leistung fertig und mängelfrei erbracht, muss er sie abnehmen. Auch dann, wenn kleine Mängel bestehen: Eine schiefe Fuge im Bad ist kein Grund, die Abnahme zu verweigern. Ein fehlendes Bad sehr wohl.

Dass eine Abnahme stattfinden muss, regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Allerdings nicht die Form. Deshalb sollte diese genau im Vertrag geregelt werden, rät Corinna Merzyn vom Verband privater Bauherren (vpb).

Unbedingt empfehlenswert: ein schriftliches Abnahmeprotokoll. Hier wird alles festgehalten, was dem Bauherrn bei der Abnahme auffällt, auch Strittiges. Das bedeutet: Auch wenn der Bauträger sagt "das ist kein Mangel" muss er auf Verlangen des Bauherrn den strittigen Punkt schriftlich festhalten. Denn ob ein Mangel vorliegt oder nicht, kann später noch geklärt werden. Fachfrau Merzyn empfiehlt zudem, einen erfahrenen Experten zur Abnahme hinzuzuziehen, der auch Mängel sieht, die dem Laien auf den ersten Blick nicht auffallen.

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