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Lexikon Baurecht

Baubeschreibung

Manch Häuslebauer, der sein Eigenheim schlüsselfertig vom Bauträger erwarb und auf den Festpreis vertraute, hat böse Überraschungen erlebt - das Haus kam teurer als geplant. Der Grund: Oft sind Baubeschreibungen unvollständig und ungenau.

Der Verband privater Bauherren (VPB) hat 6.000 Vertragsentwürfe genauer unter die Lupe genommen und kam zu einem alarmierenden Ergebnis: "Insgesamt 73 Prozent aller Vertragsentwürfe beinhalteten nur vage formulierte Planungsleistungen. All diese Mängel in den Baubeschreibungen summierten sich zu enormen Nachzahlungen, die die Bauherren im Laufe des Baufortschritts leisten mussten."

Oft stiegen die Mehraufwendungen demnach um eine fünfstellige Summe. Bauherren sollten daher sehr genau prüfen, welche Leistungen enthalten sind und welche extra hinzukommen. Denn der Begriff "schlüsselfertig" ist genauso wenig gesetzlich normiert wie Baubeschreibungen.

Ein wichtiger Anhaltspunkt: Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden und Interessensgruppen die Broschüre "Mindestanforderungen an Bau- und Leistungsbeschreibungen für Ein- und Zweifamilienhäuser" erarbeitet. Diese Richtlinie ist allerdings nicht rechtsverbindlich.

Der VPB empfiehlt deshalb, beim Bauträger vor dem Vertragsabschluss nachzufragen, ob den Leistungsbeschreibungen auch diese Mindestanforderungen zugrunde liegen. Übrigens: Baubeschreibungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Bauträgervertrags und werden notariell beurkundet.

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