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Lexikon Baurecht

Erbbaurecht

Grundstücke sind in Deutschland teuer. Allerdings gibt es die Möglichkeit, sein Haus auf einem Grundstück zu bauen, dessen Eigentümer man gar nicht ist – im Rahmen des so genannten Erbbaurechts.

Dabei überlässt der Erbpachtgeber einem Bauherrn ein Grundstück, meist für 99 Jahre. Im Gegenzug zahlt der Bauherr einen Erbbauzins, in der Regel vier bis sechs Prozent des Grundstückswertes pro Jahr. Meist wird vertraglich ein steigender Erbbauzins vereinbart, zum Beispiel gemäß der Entwicklung der Lebenshaltungskosten.

Erbpachtgeber sind oft Kirchen, aber auch Gemeinden, Stiftungen oder Privatpersonen. Auf Vorzugskonditionen von kirchliche Erbpachtgebern können kinderreichen Familien hoffen.

Nach Ablauf der vereinbarten Zeit fällt das Grundstück an den Eigentümer zurück – an sich kein Problem für den Häuslebauer, denn selbst seine Enkel sind zu diesem Zeitpunkt wohl meist schon sehr alt. Der Erbpachtgeber muss dem Hausbesitzer dann den aktuellen Marktwert als Entschädigung zahlen.

Der Erbpachtvertrag kann vor Ablauf der Laufzeit in der Regel von keiner Vertragspartei gekündigt werden. Ausnahme: der so genannte Heimfall. Er beschreibt die Gründe, wann der Eigentümer das Grundstück vorzeitig zurückfordern kann. Diese Punkte müssen im Pachtvertrag geregelt werden. Beispiele: Der Hausbesitzer lässt das Gebäude verwahrlosen oder nutzt es nicht vertragsgemäß. Auch dringender Eigenbedarf des Grundstückseigentümers kann ein Grund für den Heimfall sein – allerdings nur, wenn das vertraglich so geregelt ist. Für den Häuslebauer ist es daher besser, wenn dies als Heimfallgrund ausgeschlossen wird.

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