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Lexikon Baurecht

Gewährleistung

Wenn Mängel auftreten, hat der Bauherr verschiedene Möglichkeiten, die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen.

Bei Verträgen gemäß des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) kann er Nacherfüllung verlangen, den Mangel selbst beseitigen und sich seine Kosten ersetzen lassen, vom Vertrag zurücktreten und sich die Vergütung zurückzahlen lassen und gegebenenfalls sogar Schadensersatz verlangen (§ 634 BGB).

Zunächst kann der Bauherr auf Nacherfüllung pochen. Der Bauunternehmer hat dabei die Wahl, ob er die Mängel beseitigt oder die mangelhaften Bauteile noch einmal neu errichtet. Anstatt zurückzutreten, hat der Bauherr das Recht, die Vergütung mindern. Dies muss in einem angemessenen Verhältnis geschehen. Vertragliche Haftungsausschlüsse sind ungültig, wenn das Bauunternehmen einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie übernommen hat.

Wurde ein Vertrag gemäß der Verdingungsordnung für Bauleistungen Teil B (VOB/B) abgeschlossen, kann der Bauherr die Beseitigung der Mängel verlangen. Minderung ist laut VOB nur dann möglich, wenn die Mängelbeseitigung unmöglich oder nur unter erheblichem Aufwand möglich ist. Bei schuldhaft, grob fahrlässig oder vorsätzlich verursachten Schäden ist das Bauunternehmen schadensersatzpflichtig.

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