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Foto: Hebel Haus

Bauträgerpleite

Zuerst ging es flott voran, Stein auf Stein wuchs das neue Einfamilienhaus. Doch eines Morgens war es still auf der Baustelle. Denn der Bauträger war pleite.

Dieses Szenario ist gar nicht selten, warnt Frank Staudinger vom Verband privater Bauherren. Für viele ist der Konkurs des Bauunternehmens eine Hiobsbotschaft: Denn ein neues Unternehmen zu finden, das ein halb errichtete Haus fertig baut, ist schwierig.


Auf faire Verträge achten

Mehr als nur ärgerlich sind die finanziellen Folgen, wenn der Bauherr nicht schon beim Vertragsabschluss auf faire Vereinbarungen geachtet hat, warnt Staudinger: "Viele Zahlungspläne sind versteckte Vorauszahlungen." Bei einem Konkurs des Bauunternehmens ist das zu viel bezahlte Geld dann weg.

Doch es gibt Möglichkeiten, sich vor dem Schlimmsten zu schützen. Der Zahlungsplan sollte der Makler- und Bauträgerverordnung entsprechen, empfiehlt der Experte. Gezahlt wird erst, wenn eine Leistung erbracht wurde.


Anerkannter Zahlungsplan

Demnach sind 40 Prozent des Kaufpreises nach Fertigstellung des Rohbaus und der Zimmererarbeiten fällig. Weitere 40 Prozent der Zahlungen erfolgen in jeweils kleinen Raten Zug um Zug nach Fertigstellung verschiedener Ausbauarbeiten. Ist das Haus innen bezugsfertig, sind weitere zwölf Prozent an den Bauträger zu überweisen. Nach Abschluss der Fassadenarbeiten folgen weitere drei Prozent. Den Restbetrag von fünf Prozent zahlt der Häuslebauer erst, wenn das Haus komplett fertig ist und alle Mängel beseitigt wurden. Bei einer solchen Vereinbarung bleibt nach einer Bauträgerpleite genügend Geld übrig, um andere Handwerker mit den Restarbeiten zu beauftragen, erklärt Staudinger.


Schutz vor Verlusten: Bürgschaften

Auf Nummer Sicher geht, wer vom Bauträger eine Bankbürgschaft verlangt. Doch nur wenige Firmen können die hohen Anforderungen der Banken erfüllen, sagt Staudinger. ähnliches gilt auch für Fertigstellungs-Versicherungen. Solche sind in anderen europäischen Ländern längst obligatorisch. In Deutschland bieten diese nur wenige ausländische Gesellschaften an. Solche Policen schließt nicht der Bauherr, sondern das Bauunternehmen mit der Versicherungsgesellschaft ab. Die anfallenden Kosten - knapp zwei Prozent der Bausumme - schlägt er auf die Rechnung auf. Geht der Bauträger pleite, kümmert sich dann die Versicherung darum, dass das Haus zum vereinbarten Festpreis fertig gebaut wird. Die Versicherung übernimmt auch eine fünfjährige Gewährleistungsgarantie.

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