rewirpower.de – Das Revierportal


Suche:

Bauen und Renovieren

Historische Baustoffe

Historische Baustoffe

Nichts währt ewig. Auch alte Häuser müssen bisweilen Neuem weichen. Doch wenn die brachiale Kraft der Abrissbirne jahrhundertealte Bausubstanz in kurzer Zeit zu einem riesigen Haufen Schutt verwandelt, ist es für Rettungsaktionen zu spät - die alten, wertvollen Fliesen, handgefertigte Parkettböden oder massive, reich verzierte Türen sind dann für immer verloren.

Schade eigentlich. Denn vieles, was da den Weg des Vergänglichen geht, wurde für die Ewigkeit gebaut. Und gerade die Handwerkskunst der alten Baumeister, die einst aus hochwertigem Material wahre Meisterwerke in Biedermeier oder Jugendstil vollbrachten, ist besonders reizvoll. Heute ist die Kombination neu und alt wieder schick und der Trend zum Retro-Look hat eine Renaissance der alten Formen eingeleitet. Warum also nicht die Hinterlassenschaften unserer Vorfahren bergen, restaurieren und in neuem Glanz erstrahlen lassen?

Auf einen zweiten Frühling für historische Baustoffe haben sich inzwischen etliche Firmen spezialisiert. Bevor das alte Gemäuer dem Erdboden gleich gemacht wird, bergen sie alles, was wieder verwertbar ist. Und die Nachfrage nach dem alten Material steigt beständig, weiß Christoph Freudenberger vom Verband Historische Baustoffe: "Ich beobachte seit zehn Jahren den Markt. Jährlich haben wir mehr Mitgliedsfirmen, die über gute Geschäfte berichten."

Nostalgische Patina
Die nostalgische Patina historischer Baustoffe ist nicht mit industriell gefertigtem Neumaterial zu vergleichen, sagt Christoph Freudenberger vom Verband Historische Baustoffe: "Es geht zum Beispiel bei einer Türe nicht nur darum, ein Loch zu verschließen, es muss auch nach etwas besonderem und individuellem aussehen", kommentiert er das oft sterile Einerlei so mancher Modelle aus dem Baumarkt. Deshalb seien die Gebrauchsspuren historischer Baustoffe auch ein zusätzlicher Wert für den Kunden. Die Ausstrahlung und vor allem die Formenvielfalt helfen dabei, einen Raum zu etwas unverwechselbarem zu machen.

Die alten Türen, Fenster und Parkettböden werden oft in der Denkmalpflege und Altbaurestaurierung eingesetzt. Besonders dann, wenn es darum geht, Renovierungssünden rückgängig zu machen und dem Gebäude den Glanz vergangener Zeiten wieder zu schenken - frei von Plastik, Sperrholz und Styropor. Doch auch beim Neubau spielen historische Baustoffe eine zunehmend wichtigere Rolle. Private Bauherren erliegen immer häufiger dem Charme der historischen Kulturgüter und kombinieren alt und neu.

Historische Baustoffe

Alt und neu kombinieren

Werden beim Neubau historische Baustoffe eingesetzt, müssen schon bei der Planung wichtige Details beachtet werden. So sind alte Innentüren zum Beispiel oft besonders hoch. Für den Neubau heißt es dann ebenfalls, bei der Raumhöhe nicht mit Zentimetern zu geizen. Ein weiteres Problem sind die hohen Anforderungen an die Wärmeisolierung. Aber hierfür gibt es Lösungen.

Alte Fenster ließen sich beispielsweise als Kastenfenster umbauen und zusätzlich isolieren. Türen lassen sich von innen aufdoppeln, so dass sich der Energieverlust in engen Grenzen hält. Bei der Denkmalpflege hat der Umbau allerdings seine Grenzen. Denn das Gebäude sollte originalgetreu und authentisch bleiben.

Gebraucht gekauft heißt noch nicht gleich Geld gespart, denn ein billiges Vergnügen ist das Faible zu altem Material nicht. Es gilt eine einfache Grundregel: Historische Baustoffe kosten etwa gleich viel wie vergleichbare Neuware. Und Maßstab ist nicht etwa das Modell aus dem Baumarkt, sondern eine entsprechende Maßfertigung vom Schreiner.

powered by Immowelt

Like rewirpower auf facebook

Wir suchen Fans - Fans des Reviers. Veranstaltungen, Tipps und Klassiker des Ruhrgebiets teilen wir mit unseren Fans. Du kannst mit uns über die schönsten Dinge im Ruhrgebiet plaudern.

Das Wetter im Revier

Wettervorhersage
bedeckt
5 °C
Wettervorhersage:
Di 20.11. Mi 21.11. Do 22.11.
bedeckt bedeckt bedeckt
4 °C 6 °C 7 °C